Ausräumen konnte Peter Metz , Sprecher der SPD-Fraktion für Kinder, Jugend, Bildung, Hochschulen im Thüringer Landtag, die Bedenken der Kritiker nicht. Auch wenn er versicherte, ohne 100-prozentige langfristige Ausfinanzierung durch das Land werde die SPD der Kommunalisierung nicht zustimmen. Nur sperren könne man sich eben nicht angesichts eines erfolgreichen CDU-Modellprojektes, das man zwar nicht gewollt, das sich nun aber etabliert habe. Mitte 2012 läuft es aus, eine Anschlussregelung muss gefunden werden. Geraer Schulen hatten sich gegen das Modell entschieden. Die Sozialdemokraten haben sich mit dem Schwenk die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und den Thüringer Landeselternverband zu unentwegt kopfschüttelnden Gegnern gemacht. Und so warnte GEW-Vorstand Torsten Wolf: Sei das Land die 1330 Landesbediensteten erstmal los, würden naturgemäß Kürzungen folgen. "Sonst könnte ja alles bleiben, wie es ist." Tatsächlich steht der Freistaat in der Kritik, sich bundesweit einmalig Hortpersonal im Landesdienst zu leisten. Wie der Übergang des Personals laufen soll, ob zu einem festen Stichtag oder gleitend, indem lediglich Neueinstellungen beim Arbeitgeber Kommune anfangen, sei noch offen, erklärte Metz. Torsten Wolf signalisierte schon mal, dass dafür ein neuer Tarifvertrag notwendig, die Zusammenarbeit mit der GEW wohl aber schwer werde. |